Steuerberater Elmar Still

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Corona bedingte Fristverlängerungen


Fristverlängerung für die Abgabe der 2019er und 2020er Jahresabschlüsse und Steuererklärungen

Die Corona-Pandemie hat auch die steuerberatenden Berufe arg mitgenommen.
Arbeitsausfälle, Home-Office und vor allem die Mehrarbeit ließen und lassen uns nicht dazu kommen ihre Jahresabschlüsse und Steuererklärungen im normalen Zeitmodus zu erstellen.
Vom Bundesfinanzministerium wurde daher für alle Steuerberater die Frist zur Abgabe der 2019er Jahresabschlüsse und Steuererklärungen bis zum 31. August 2021 verlängert. Die Frist zur Abgabe der 2020er Jahresabschlüsse und Steuererklärungen wurde inzwischen bis zum 31. Mai 2022 verlängert.
Hierfür auch von mir an Danke an die Finanzverwaltung.

Ich sehe damit jedoch direkt das nächste Problem auf den Berufsstand zukommen.

Die 6 Monate, die wir jetzt für die 2019er Arbeiten mehr Zeit haben, fehlen uns im Anschluss bei der Bearbeitung der 2020er Jahresabschlüsse und Steuererklärungen.
Der jährliche Arbeitsberg wird durch diese einmalige Fristverlängerung ja nicht kleiner, sondern nur weitergeschoben.

Die Zeit jetzt gewährte Fristverlängerung muss so nach und nach eingearbeitet werden. Dies kann nicht kurzfristig erfolgen.
Gefragt ist hier eine langfristige Strategie und mein Vorschlag wäre, ausgehend von der für 2019 gewährten Fristverlängerung, diese in den Folgejahren fort zu setzen und jährlich nur um einen Monat zu verkürzen, statt wie jetzt gesetzlich vorgesehen um 3 Monate.

Das bedeutet:
-> Fristverlängerung für die 2020er
Steuererklärungen bis 31. Juli 2022
-> Fristverlängerung für die 2021er
Steuererklärungen bis 30. Juni 2023
-> Fristverlängerung für die 2022er
Steuererklärungen bis 31. Mai 2024
-> Fristverlängerung für die 2023er
Steuererklärungen bis 30. April 2025
-> Fristverlängerung für die 2024er
Steuererklärungen bis 31. März 2026
-> Fristverlängerung für die 2025er
Steuererklärungen bis 28. Februar 2027

Dieses ambitionierte Ziel kann nur dann gelingen, wenn die Corona-Belastungen bald enden und in den Folgejahren keine neuen Erschwernisse hinzukommen.

Zur Zeit sieht es jedoch leider anders aus.
Corona hat uns weiterhin voll im Griff.

Geimpfte erkranken nach wie vor an Corona. Immer mehr aus dieser Bevölkerungsgruppe müssen in den Krankenhäusern behandelt werden.
Die Geimpften und Genesenen sollen schon wieder nicht fortlaufend getestet werden, obwohl aus ihrem Kreis heraus ein Großteil der Verbreitung des Corona-Virus erfolgt.
Waren es nicht auch die Geimpften, die aus ihrem Urlaub in Südafrika die Omikron-Variante von Corona mit nach Deutschland brachten?

Von Seiten der Bundesfinanzverwaltung soll die derzeitige Fristverlängerung für die 2020er Steuererklärungen nicht noch einmal geändert werden.
Zudem hat die Finanzverwaltung bereits sehr viele 2020er Steuererklärungen vorzeitig für den 22. Februar 2022 angefordert.

Sind diese Termine zu halten?
Wir arbeiten so gut und schnell wie wir vorankommen.
Zu kurze Termine mit der Maßgabe, dass Verspätungszuschläge und Zwangsgelder anfallen bringen keinen Motivationsschub.
Für meine Kanzlei kann ich weiterhin nur festlegen, dass wie in den letzten Jahren keine neuen Firmenmandate angenommen werden.

Von meiner Seite gibt es daher folgende Forderungen an unsere Politiker:
1. Großzügigere Fristverlängerungen für die die Steuererklärungen der letzten und nächsten Jahre.
2. Laufende und kostenlose Testungen der gesamten Bevölkerung.
3. Abgabe von kostenlosen Corona-Tests an alle Firmen für deren Belegschaft und Kundschaft.

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